1. Luftpolizeidienst mit höchster Glaubwürdigkeit
Der Luftpolizeidienst ist zurzeit die anspruchsvolle Hauptaufgabe der Schweizer Luftwaffe. Diese sichert die Integrität und Souveränität des nationalen Luftraumes.

Ein komplexer Auftrag
Entgegen weit verbreiteten Vorstellungen ist der Luftpolizeidienst eine der komplexesten und anspruchsvollsten Aufgaben unserer Luftwaffe. Unbekannte Flugzeuge müssen kurzfristig und bei jeder Wetterlage ohne Fehlermarge identifiziert und nötigenfalls abgefangen werden können.

Folgende unterschiedlichste Einsatzaufgaben stellen sich im Luftpolizeidienst:
  • Hilfe für zivile Flugzeuge, z.B. bei Navigationsproblemen und Funkpannen
  • Identifikation von Luftraumverletzungen wie unbewilligter Einflug oder Abweichungen vom Flugplan
  • Überprüfen von Flügen mit diplomatischer Bewilligung
  • Durchsetzen von Benützungseinschränkungen des Luftraums (z.B. WEF, G8)
  • Überwachen des Luftraums bei Flugzeugentführungen
  • Bewältigung von Krisensituationen (z. B. Annäherung feindlicher/terroristischer Luftfahrzeuge an die Landesgrenze)

Das bedeutet, dass Flugzeug und Pilot die Fähigkeit haben müssen, mit hoher Präzision und Sicherheit weit voraus zu sehen und gleichzeitig aktuelle Gefahren und Bedrohungen abwehren zu können.

«Die Fähigkeit zu einer guten und raschen Entscheidung durch die staatlichen Verantwortungsträger hängt wesentlich von der Qualität der vom Piloten gelieferten Informationen ab.»

Angesichts der Entwicklung des modernen Bedrohungsspektrums benötigt ein Kampfflugzeug eine hervorragende und vielfältige Ausrüstung, um den Luftpolizeidienst glaubwürdig zu leisten. Die Rafale ist das einzige europäische Flugzeug, das bereits über das ganze notwendige Instrumentarium verfügt.

Das Rafale-Radar mit aktiver elektronischer Strahlschwenkung ist dem klassischen Radar anderer Flugzeuge weit überlegen. Es ist bei der Rafale an ein optronisches System der neusten Generation gekoppelt: Wie ein integriertes Hochleistungs-Teleobjektiv ermöglicht das System dem Piloten das Heranzoomen eines unbekannten Flugzeuges, um es blitzschnell zu identifizieren. Ein einzigartiges, vollständig in das Flugzeug integriertes Selbstschutzsystem verleiht der Rafale höchste Überlebensfähigkeit gegenüber allen bekannten Bedrohungen.

Durchhaltefähigkeit entscheidend
für Glaubwürdigkeit Luftpolizei-Einsätze kann die Rafale über lange Zeitspannen mit wenigen Starts und Landungen erfüllen – dank bemerkenswerter Durchhaltefähigkeit und überlegener Nutzlast zum Transport von mehr Waffen, Sensoren und Treibstoff.

Industriepartnerschaft

REVUE THOMMEN AG, Waldenburg BL
«REVUE THOMMEN hat die Chronographen der Mirage 2000 sowie der Rafale für die französische Marine geliefert und ist für deren Unterhalt zuständig. Diese Schweizer Chronographen sind das Referenzprodukt in vielen bekannten Militärflugzeugen und Militärhelikoptern weltweit. Anders als früher mit elektromechanischen Produkten sind wir heute in der Entwicklung von komplexen, integrierten Avionik-Systemkomponenten direkt auf die Kooperation mit Flugzeugherstellern angewiesen. Dies vor allem schon in der frühen Phase der Spezifikationslegung. Als reiner Komponentenhersteller sind wir auf die technische Zusammenarbeit und das Know-how von auf die Avionik spezialisierten System-Ingenieuren, wie sie Dassault Aviation hat, angewiesen. Nur in Kooperation mit Avionik-Systemspezialisten können wir Entwicklungs-Projektrisiken durch korrekte Spezifikationslegung minimieren und eine spätere Integration in die jeweilige Avionik-Architektur garantieren. Im konkreten Fall bearbeiten Spezialisten von Dassault Aviation den Spezifikationsentwurf von REVUE THOMMEN aus der Sicht des Flugzeugsystems.»

Rudolf Iten, Director Sales & Marketing
und Vice Chairman of the Board
REVUE THOMMEN AG